Kategorie: Rechtsprechung
-
EuGH „Lindenapotheke“: Mitbewerber dürfen DSGVO-Verstöße abmahnen
Der EuGH erlaubt Mitbewerbern, Datenschutzverstöße mit wettbewerbsrechtlichen Klagen zu verfolgen.
-
EuGH: Preisermäßigung bezieht sich auf den 30-Tage-Niedrigstpreis
Werbung mit Rabatten muss sich auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen – nicht auf einen höheren Vorpreis.
-
BGH: Werbung mit Durchschnittssternen ohne Aufschlüsselung zulässig
Unternehmen müssen die Verteilung auf Sterneklassen nicht offenlegen, wohl aber Anzahl und Zeitraum der Bewertungen.
-
BGH: „Klimaneutral“ muss in der Werbung selbst erklärt werden
Mehrdeutige Umweltbegriffe sind bereits in der Werbung zu erläutern; ein Verweis auf eine Website genügt nicht.
-
„Vielfachabmahner II“: Keine Vertragsstrafe nach missbräuchlicher Abmahnung
Beruht eine Unterlassungserklärung auf einer rechtsmissbräuchlichen Abmahnung, kann die Vertragsstrafe entfallen.
-
BGH „Corona-Mundspülung“: Werbeverbot für meldepflichtige Krankheiten
Das HWG-Publikumswerbeverbot erfasst auch Krankheiten, die erst später ins Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurden.
-
Pfand darf getrennt vom Preis angegeben werden
Nach EuGH und BGH gehört das Pfand nicht zum Verkaufspreis; die getrennte Angabe ist zulässig.
-
EuGH zur Button-Lösung: Klare Beschriftung des Bestellbuttons
Für die Frage, ob ein Bestellbutton eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist, kommt es allein auf seine Beschriftung an.
-
BGH „Influencer III“: Auch geschenkte Produkte sind Gegenleistung
Kostenlos überlassene Produkte genügen für eine Kennzeichnungspflicht von Influencer-Beiträgen.